Betriebsrente: Beitragsschock für Unternehmen

9. November 2009

Die Wirtschaftskrise schlägt sich mit voller Wucht im Insolvenzschutz für die Betriebsrenten nieder. Der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV), der für Mitarbeiter von Pleite-Unternehmen die Rentenansprüche garantiert, gab jetzt den neuen Beitragssatz bekannt. Er liegt für 2009 bei 14,2 Promille – beinahe das Achtfache des Satzes, der noch im Vorjahr fällig war.

Nie zuvor war das Schadensvolumen durch insolvente Firmen höher. Insgesamt beträgt der zu finanzierende Aufwand über vier Milliarden Euro. 2,3 Milliarden davon müssen die über 76.000 angeschlossenen Unternehmen bis zum Jahresende überweisen, den Rest in Raten bis 2013.

An den PSV zahlen alle Unternehmen, die für ihre Mitarbeiter bestimmte Formen der betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen haben. Darunter auch die Unterstützungskasse, die über Beitragszahlungen an eine Versicherung rückgedeckt ist. Stehen bei einem solchen Vertrag beispielsweise dem Mitarbeiter später 4.800 Euro Jahresrente zu, dann sind jetzt für die Sicherung der Anwartschaft etwa 340 Euro fällig.

Die Nase vorn hat in diesem Dilemma die Pensionskasse, bei diesem Durchführungsweg der Betriebsrente fallen gar keine Beiträge an den Sicherungsfonds an. Trotzdem warnt Simon Schmitt, Experte bei der Swiss Life Versicherung, davor, übereilt die betriebliche Altersvorsorge im Unternehmen beispielsweise von der Unterstützungskasse auf die Pensionskasse umzustellen: “Das hat weitreichende steuerliche Folgen.” Mit Beitragssätzen, die deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegen, rechnet er auch für die Folgejahre.

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Autor: transparo

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