Mit Riester für Streubomben zahlen?

14. Dezember 2010

Wer eine Riester-Rente abschließt muss damit rechnen, dass sein Geld bei Herstellern von Streubomben angelegt sein kann, obwohl diese Waffen in Deutschland verboten sind. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Zeitschrift “Finanztest”. Nur zwölf von 174 Riester-Anbietern schließen Anlagen in Streubombenhersteller demnach aus und können das auch belegen.

Streubomben sind seit dem 1. August 2010 international geächtet. In Deutschland ist schon seit Juni 2009 die Herstellung solcher Waffen strafrechtlich verboten. Umstritten ist, ob von der Ächtung auch Investments in Streubombenhersteller betroffen sind.

Das ARD-Magazin “Monitor” hatte schon im Juli über die Problematik berichtet, die Zeitschrift “Der Spiegel” im Oktober unter der Überschrift “Steuergeld für Streubomben”. Im Zuge der “Monitor”-Recherchen haben erste Anbieter offenbar bereits auf die Kritik reagiert. Nach Angaben von “Monitor” bestätigte die Landesbank Berlin (LBB): “Auf Basis Ihrer Hinweise haben wir alle sieben von Ihnen genannten Unternehmen entsprechend gekennzeichnet, um künftig dort keine Investments mehr zu tätigen.”

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Autor: transparo

transparo ist das smarte Vergleichsportal für alle, die schnell durchblicken wollen. Im Blog werfen wir einen Blick auf alles, was sich bei Versicherungen, Banken und Energieanbietern bewegt. Dabei gehen wir immer der Frage nach: Wie wirkt sich die Entwicklung auf Verbraucher aus?

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