Tagesgeld: Zinsaussichten für 2012

3. Januar 2012

Mit Beginn des neuen Jahres stellt sich die Frage, wie es mit den Zinsen für eine Tagesgeldanlage weitergehen wird. Die Leitzinssenkungen in den letzten zwei Monaten lassen nichts Gutes erahnen.

Sorgen über ein Abflauen des Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone veranlassten die Europäische Zentralbank (EZB), den Leitzins auf 1,0 Prozent zu senken. Die Ursache dafür ist sicherlich in der Schuldenproblematik einiger Euro-Länder zu suchen, deren Sparkurs sich nun auf die Wirtschaft niederschlägt. Die Zukunftsaussichten für die Zinsentwicklung erscheinen eher trübe und ein Anstieg der Leitzinsen ist wohl nicht zu erwarten, solange die gesamte Union nicht mit besseren Wachstumszahlen aufwarten kann.

Im November 2011 hatte die erste Leitzinssenkung auf 1,25 Prozent noch keine negativen Auswirkungen auf Tages- und Festgeldzinsen hinterlassen. Paradoxerweise hoben einige Banken ihre Zinsen sogar noch etwas an. Nachdem die EZB den Leitzins ein weiteres Mal am 8. Dezember 2011 um 0,25 Prozent senkte, ist fraglich wie lange die Banken ihre aktuellen Konditionen noch halten werden. Die Entscheidung der EZB zerstörte bei den Anlegern die Hoffnung auf höhere Anlagezinsen. Doch was den Volkswirtschaften helfen soll, kann langfristig auch zum Inflationsrisiko werden. Für Zinsjäger ein weiteres Erschwernis ihr Geld zu vermehren. Vermögen drohen schleichend zu verschwinden.

Kurzfristig geht’s nicht bergauf

Die erste Jahreshälfte spricht deutlich für fallende und gleichbleibende Anlagezinsen. Sollte aber die EZB aufgrund zu starker inflationärer Tendenzen schon Mitte 2012 eine Leitzinserhöhung durchführen, ist zumindest mit einem Anstieg in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Kurzfristig wird es im günstigsten Fall keine Anpassung nach unten hin geben. Ein Ansteigen der Anlagezinsen gilt als ausgeschlossen.

Aktuell garantieren nur die wenigsten Institute Tagesgeldzinsen, die über dem Inflationsniveau (November 2011/ 2,4 Prozent) liegen. Spitzenreiter beim Tagesgeld ist derzeit die PSD Bank RheinNeckarSaar mit 3,0 Prozent. Dicht dahinter folgen auf Platz zwei der niederländische Anbieter MoneYou und die Deniz Bank mit 2,75 Prozent. VTB Bank, Bank of Scotland und die AT Bank bieten 2,70 Prozent für das Ersparte. Niedrigzinsen sollten Anleger aber nicht dazu verleiten, das Geld auf dem Konto einfach liegen zu lassen. Die Suche nach attraktiven Angeboten einzelner Banken lohnt sich.

gg

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Autor: transparo

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